Wie gesund sind Rosenblüten?

Der Valentinstag steht vor der Tür, es wird romantisch. Auch in der Welt des Konsums: Rosen satt, könnte man sagen! Pfiffige backen mit Rosenblüten, andere beträufeln sich mit Rosenöl. Und gilt die Rose-im-Mund nicht als klassischer, ähm, Valentins-Move? Falls ja: ich habe nie ganz verstanden, warum. Dessen ungeachtet stellt sich die Frage, wie gesund Rosenblätter überhaupt sind.

In kurz: Giftig sind sie nicht, gesund aber nur theoretisch. Und Achtung mit den Spritzmitteln!

In lang: Rosenblätter sind nicht giftig und vielerorts werden sie als heilbringend beworben. Auf dem Papier macht das Sinn. Die farbigen Pigmente gelten als wertvolle Inhaltsstoffe (Polyphenole! Carotinoide!), unter anderem sollen sie entzündungshemmend wirken. Solche Effekte lassen sich jedoch nur erzielen, wenn sie in entsprechenden Mengen verzehrt werden, 100 Gramm sollten es schon sein. Und das regelmässig! Abgesehen davon, dass das nicht einfach ist, sind gesundheitsfördernde Effekte bei Rosenblüten nicht ausreichend belegt. Die Interessen der Wissenschaft liegen anderswo, zum Beispiel bei der Belastung durch Pestizide. Denn damit sind Rosen in der Regel behandelt. Mit mehr Pestiziden, als gut für uns ist. Wer sich Rosen also in der Mund stecken möchte, egal, in welcher Form: am besten zu Bio greifen. Und für gesundheitlichen Bonus lieber an einem Stück Lieblingsgemüse knabbern.