Warum sollten kleine Kinder kein Wildfleisch essen?

Es ist Wild-Zeit. Wohin man schaut, es gibt Wild. Rehpfeffer im Supermarkt, Rehpfeffer auf der Speisekarte und Hirsch-Salsiz auf dem Wochenmarkt. Weniger publik als das Fleisch selbst ist die Tatsache, dass kleine Kinder kein Wildfleisch essen sollten. Im aktuellen Trendgeschehen ein faux pas: Zeitgleich wird Wild nämlich als «das bessere Bio-Fleisch» angepriesen (zumindest in puncto Nachhaltigkeit) und erfreut sich somit an wachsender Beliebtheit. Übrigens gilt die Regel auch für ungeborene Kinder: Schwangere (und stillende) Frauen sollten den Konsum von Wild ebenfalls meiden. Umso wichtiger vielleicht die Frage:

Warum sollten Kleinkinder (und Schwangere, und Stillende) kein Wildfleisch essen?

In kurz: Bleihaltige Mutition!

In lang: Wildtiere werden in der Regel mit bleihaltiger Munition erlegt. Auch bei Wildfleisch aus Zuchtbetrieben lässt sich das nicht ausschliessen. Während des Aufpralls der Munition können sich feine Bleipartikel lösen und in das Fleisch des erlegten Tieres eindringen. Mit blossem Auge sind diese Partikel kaum zu erkennen und gelangen oftmals in den Kochtopf. Der Durchschnittsschweizer isst ein bis drei Wildmahlzeiten pro Jahr, für erwachsene Menschen stellt das kein Gesundheitsrisiko dar. Kleine Kinder (als solche gelten Kinder zwischen 0 bis 7 Jahren) sind jedoch beson­ders empfindlich, eine erhöhte Bleibelastung kann bei ihnen die Ausbildung des Nervensystems beeinträch­tigen. Das gilt genauso für ungeborene Kinder, entsprechend sollten auch schwangere (oder stillende) Frauen auf den Konsum von Wildfleisch verzichten.