Negativkalorien — gibt es sie überhaupt?

Sich satt essen, und dabei mehr Kalorien verbrauchen, als dem Körper zuzuführen? Manch eine Wunderdiät schwört darauf. Seriös ist keine davon, leider.

Der Hintergrund: Magen und Darm bewegen sich während der Verdauung, und das verbraucht Kalorien. Deswegen wird vielerorts vorgerechnet, bei welchen Lebensmitteln mehr Kalorien durch die Verdauung verbraucht werden, als dem Körper zugeführt. Das Resultat wird, meist euphorisch, als „Negativkalorien“ bezeichnet.

Die Wahrheit sieht anders aus: Weil sich Magen und Darm auch ohne Nahrungsaufnahme bewegen, fällt der zusätzliche Kalorienverbrauch beim Verdauen von Gurke & Co nicht ins Gewicht. Bestenfalls könnte man die Kauleistung hinzuziehen, also die Energie, die das Kauen der Gurke verbraucht.  Man rechnet hier mit 11 kcal pro Stunde. Doch selbst das kalorienärmste Gemüse – wieder die Gurke, oder Sellerie – enthält noch 12 kcal pro 100 Gramm. Da müsste man schon gut eine Stunde darauf herumkauen, bevor sich ein negativer Kalorieneffekt bemerkbar macht!